Wie meine Mitmachkonzerte entstehen – ein Blick hinter die Bühne

Die meisten Konzertanfragen beginnen tatsächlich ziemlich ähnlich.

Entweder bekomme ich eine Mail oder einen Anruf, weil jemand im Internet auf mich gestoßen ist – oder, was mich immer besonders freut: weil es eine persönliche Weiterempfehlung gab. Oft hat mich dann schon jemand live erlebt, war vielleicht mit der Kita, der Schule oder den eigenen Kindern auf einem Konzert und sagt danach: „Das könnte auch gut zu unserer Veranstaltung passen.“


Vom kleinen Kitakonzert bis zum Stadtfest

Im ersten Gespräch geht es meistens erstmal ganz entspannt darum, was überhaupt geplant ist. Ist es ein Kindergartenfest? Ein Familienkonzert? Ein Stadtfest? Ein Kinderfestival? Wie viele Kinder werden ungefähr erwartet? Findet die Veranstaltung drinnen oder draußen statt?

Dadurch kann ich meistens ziemlich schnell einschätzen, welches Setup gut passt.
Da ich eigene Technik habe, sind sowohl kleinere Veranstaltungen möglich als auch große Bühnen. Bei Stadtfesten oder Festivals gibt es dann aber in der Regel ein Technikteam vor Ort, mit dem dann alles abgesprochen wird.

Und ja – manchmal stehe ich mit meiner eigenen Anlage in einer kleinen Kita-Turnhalle und manchmal auf einer großen Festivalbühne mit mehreren hundert Kindern vor mir. Genau diese Mischung mag ich ehrlich gesagt total gerne.


Und wie läuft so ein Mitmachkonzert dann eigentlich ab?

Ganz ehrlich? Komplett gleich läuft eigentlich nie ein Konzert ab.
Meine Ankunftszeit, der Auf- und Abbau, die Parkmöglichkeiten und die Gegebenheiten vor Ort müssen natürlich vorher mit eingeplant werden.
Aber Veranstaltungen sind unterschiedlich. Und Kinder auch. Mal ist es eine kleine Kita-Turnhalle, mal ein großes Familienfest. Mal morgens um neun, mal mitten am Nachmittag bei 32 Grad im Schatten.

Auch das Wetter, die Tageszeit oder einfach die Stimmung vor Ort spielen eine große Rolle. Zum Glück kenne ich das aus meiner Arbeit mit Kindern seit vielen Jahren und kann darauf meistens ziemlich flexibel reagieren. Wenn eine Gruppe gerade mehr Bewegung braucht, merkt man das sofort. Und manchmal merkt man eben auch: Jetzt wäre vielleicht erstmal ein ruhigeres Lied die bessere Idee.

Wirklich bewährt haben sich übrigens meistens die Zeiten am Vormittag oder später nach der kleinen „Siesta“ Also dann, wenn die Bäuche wieder voll sind und auch die kleineren Geschwister ihren Mittagsschlaf hinter sich haben.

Viele Kinder beobachten am Anfang erstmal ganz genau, was da vorne eigentlich passiert. Und dann kippt die Stimmung meistens plötzlich. Die ersten stehen auf, die nächsten machen mit und irgendwann bewegt sich meist der ganze Raum.

Und das Lustige ist: Bei einem Familienkonzert dauert es in der Regel nicht lange, bis auch die Erwachsenen mit drin sind! Erst wird noch vorsichtig gefilmt, dann heimlich mitgeklatscht und irgendwann machen viele Eltern die Bewegungen genauso mit wie ihre Kinder. Das freut mich wirklich immer. Denn das bedeutet, dass ich gute Arbeit mache und Menschen im wahrsten Sinne des Wortes „bewege“.


Und wie ist das mit Geburtstagen?

Die Frage nach Kindergeburtstagen bekomme ich tatsächlich ziemlich regelmäßig.

Und ja – theoretisch wären solche Auftritte möglich. Allerdings steckt hinter einem privaten Geburtstagskonzert für mich derselbe organisatorische Aufwand wie hinter einem Kita- oder Familienkonzert. Oft sogar mehr, je nachdem, wo die Veranstaltung stattfindet. Somit sind die Preise hierfür auch ziemlich gleich.

Gleichzeitig blockiere ich mir damit natürlich Termine, an denen normalerweise öffentliche Veranstaltungen stattfinden könnten. Deshalb gibt es Wohnzimmerkonzerte bei mir eher selten und wirklich nur mal als Ausnahme für kleine Superfans. Mein Schwerpunkt liegt ganz klar auf Mitmachkonzerten, Familienveranstaltungen, Kitas, Schulen, Stadtfesten und Kinderfestivals.


Was ich über Live-Konzerte gelernt habe

Was ich über die Jahre gelernt habe: Kinder sind wahrscheinlich das ehrlichste Publikum überhaupt.

Sie zeigen einem ziemlich schnell, was funktioniert – und was eben nicht. Genau deshalb nehme ich aus fast jedem Konzert neue Ideen, Gedanken oder Impulse mit.
Manche Songs entwickeln sich live plötzlich ganz anders, als ich sie ursprünglich geplant hatte. Manche Dinge funktionieren auf der Bühne viel besser als gedacht, andere verändern sich mit der Zeit einfach weiter. Ich mag das. So ist das Leben – ständig in Bewegung und im Wandel. Und genauso darf sich für mich auch ein Bühnenprogramm verändern, weiterentwickeln und wachsen. Damit daraus immer wieder neue Ideen entstehen – für neue Songs, neue Videos oder manchmal einfach für den nächsten Auftritt.