Ich bin Maike – Kinderliedermacherin, Sängerin, ausgebildete Erzieherin und Schauspielerin.
Und genau diese Mischung ist das, was heute Maikes Rappelkiste ausmacht.
Wo alles angefangen hat
Schon als Kind stand ich unglaublich gerne auf der Bühne. Singen, tanzen, in Rollen schlüpfen – das war einfach immer schon mein Ding.
Wenn ich heute zurückblicke, war es aber gar nicht nur der Auftritt selbst, der mich begeistert hat. Es war vielmehr dieses gemeinsame Erleben: zusammen etwas zu entwickeln, sich auszuprobieren, auch mal Fehler zu machen und sich dann gemeinsam auf einen Moment zu freuen, auf den alle hinarbeiten. Es war ein Gefühl, Teil von etwas zu sein. Das hat mir gefallen und mich vermutlich auch geprägt. Irgendwie habe ich genau danach in meinem Leben immer wieder gesucht.
Der Weg über die Pädagogik
Ich habe zunächst meine Ausbildung zur Erzieherin gemacht und einige Jahre im Kindergarten gearbeitet. Dort habe ich sehr schnell gemerkt, welchen Stellenwert Musik und Bewegung im Alltag von Kindern haben.
Kinder haben einen ganz natürlichen Drang, sich zu bewegen, zu singen, zu tanzen, zu klatschen oder mit Sprache zu spielen. Gerade bei Babys und Kleinkindern ist Singen weit mehr als nur ein schönes Extra – es unterstützt nachweislich die Sprachentwicklung, stärkt die Bindung und gibt Sicherheit im Alltag. Es kommt dabei überhaupt nicht darauf an, „gut“ zu singen. Viel wichtiger ist, DAS gemeinsam gesungen wird – ganz egal, wie es klingt.
Im Kita-Alltag habe ich immer wieder erlebt, wie selbstverständlich sich Musik und Bewegung in den Tag integrieren lassen. Ob im Morgenkreis, zwischendurch oder als kleine Bewegungspause – diese Momente machen Spaß, verbinden und holen Kinder ganz natürlich in die Aktivität.
Die nächsten Schritte mit Kindern und Musik
Als meine eigenen Kinder klein waren, habe ich Babyspielgruppen, Kinderturnen und Eltern-Kind-Kurse gegeben. In diesen Gruppen kam immer wieder ein Satz von Eltern, der mich nachdenklich gemacht hat: „Ich kann ja gar nicht singen… kannst du die Lieder nicht aufnehmen?“
Dabei ging es mir nie darum, dass etwas perfekt klingt. Im Gegenteil: Ich wollte Eltern eher die Hemmung nehmen und ihnen zeigen, dass gemeinsames Singen etwas ganz Natürliches ist und Spaß macht.
Aus dieser Idee heraus habe ich begonnen, mein erstes kleines YouTube-Format aufzubauen: „Musik mit Maike“. Mein Ziel war es, bekannte Lieder und Bewegungsideen aus der Kita und den Eltern-Kind-Gruppen zu den Familien nach Hause zu bringen. So, dass Eltern die Möglichkeit haben, diese Dinge ganz in Ruhe auszuprobieren… auch mal alleine und unbeobachtet, 😉 um einfach ihren eigenen Weg damit zu finden.
Maikes Rappelkiste – einfach selbst gemacht
2019 habe ich dann Maikes Rappelkiste gestartet.
Ich hatte damals schon länger den Traum, eine Kindersendung im Kika zu moderieren – inspiriert von Formaten wie „Die Sendung mit dem Elefanten“ oder dem „Baumhaus“. Leider wollte mich der WDR
aber nicht 🙁
Da sich dieser Weg für mich also nicht ergab, habe ich irgendwann entschieden, es einfach selbst umzusetzen.
So entstand nach und nach mein eigenes Format. Über mehrere Jahre hinweg gab es jeden also Sonntag eine neue Folge aus der Rappelkiste auf YouTube – mit Liedern, Mitmachideen und kleinen Aktionen für Kinder. Ein Projekt, das sich Schritt für Schritt entwickelt hat und mir gleichzeitig die Möglichkeit gegeben hat, meine kreative und meine pädagogische Seite miteinander zu verbinden.
Von der Kamera auf die Bühne
Während dieser Zeit habe ich ein Praktikum beim Kinderliedermacher Uwe Reetz gemacht. Daraus hat sich über mehrere Jahre eine enge Zusammenarbeit entwickelt, in der ich ihn bei rund 300 Auftritten begleiten durfte.
In dieser Zeit habe ich noch einmal ganz neu erlebt, was Musik mit Kindern im direkten Kontakt auslösen kann. Die Reaktionen sind unmittelbar, ehrlich und oft überraschend – und genau dieses gemeinsame Erleben hat für mich eine ganz besondere Qualität, die sich über den Bildschirm nur schwer ersetzen lässt.
Aus diesen Erfahrungen ist nach und nach der Wunsch entstanden, musikalisch einen eigenen Weg zu gehen, eigene Kinderlieder zu schreiben und ein Bühnenprogramm zu entwickeln, das genau auf diese Interaktion ausgelegt ist.
Und heute?
Heute fließt all das in meine Arbeit ein: die Erfahrung aus dem Kindergarten, das pädagogische Wissen, die Bühnenpraxis und die Schauspielausbildung.
Mein Fokus liegt dabei ganz klar auf Live-Erlebnissen und moderner Kindermusik. Musik, die nicht nur für Kinder funktioniert, sondern auch Erwachsene mitnimmt. Die Spaß macht, zum Mitmachen einlädt und im besten Fall sogar zum Nachdenken anregt.
Wenn ich heute auf Maikes Rappelkiste schaue, sehe ich genau diese Verbindung: aus meiner eigenen Geschichte, meiner Arbeit mit Kindern und dem Wunsch, durch Musik und Bewegung echte gemeinsame Erlebnisse zu schaffen.
Und ich hoffe, dass ich genau das noch viele Jahre weiterführen und immer weiterentwickeln darf.





